Wir treffen uns heute mit der Pressechefin des Sexkontaktanzeigen-Portals JOYclub.ch Antje Franke zum Interview. Wir möchten ihr einige interessante Fragen über den JOYclub.ch stellen und
ihr so noch weitere Geheimnisse entlocken.
Der JOYclub.ch kommt unter den Portalen für Sexkontaktanzeigen fast ganz ohne Werbung aus und hat trotzdem sehr viele Mitglieder. Frau Franke, erzählen Sie uns mehr über Ihr Erfolgsrezept. Was ist das Geheimnis vom JOYclub.ch?
Wir sind von unserem grossen Erfolg eigentlich selbst überwältigt. Da geben Sie mir das richtige Stichwort: Werbung - JOYclub.ch funktioniert ohne Werbung, weil es eine Community ist. Wir stellen die Plattform für erotische Kontakte zur Verfügung - und haben damit den Nerv der Zeit getroffen. Es hat sich daraus eine Online-Community mit einem starken Wir-Gefühl entwickelt. Das ist das, was viele gesucht haben. Wir kommen in der Onlinewelt sehr gut bei den Leuten an. Das hat sich dann auch sehr schnell herum geprochen - und so ist die Anzahl der Mitglieder immer stärker gewachsen. Inzwischen hat die JOYclub.ch-Community rund 750'000 Erotikfreunde, von denen etwa 50'000 aus der Schweiz kommen.
Der JOYclub.ch hat eine hohe Frauenquote - das ist für ein Sexportal sehr ungewöhnlich! Was ist Ihr Erfolgsrezept?
Die Rahmenbedingungen bei uns stimmen einfach. Hier fühlen sich Frauen gut aufgehoben. Wir achten darauf, dass die Etikette eingehalten wird. Stalker und Poser haben bei uns keine Chance! Wir sind eine niveauvolle Community für Liebe und Erotik. Unsere Mitglieder gehen ehrlich, offen und humorvoll miteinander um. Sexualität ist ein sehr komplexes Thema, eingebettet in ein soziales Gefüge. Das wissen und fördern wir. Darum fühlen sich Frauen bei uns ernst genommen und beschützt. So ist JOYclub.ch eine anziehende Plattform auch für Frauen.
Welche Features bieten Sie beim JOYclub.ch zusätzlich an? - Damit meine ich solche, die über die klassische Kombination Kontaktanzeige, Chat und Mail hinaus gehen.
Sehr sehenswert und beliebt ist bei uns die Rubrik für erotische Fotos. Mittlerweile interessieren sich auch professionelle oder semiprofessionelle Fotografen für unsere Plattform und bieten ihre Dienste sogar gratis an. Viele Mitglieder geniessen es regelrecht, in Szene gesetzt zu werden und zeigen ihre Bilder stolz in ihren individuellen Fotoalben.
Immer beliebter werden auch Einträge in unserem Forum. Soziale Netzwerke liegen im Trend der Zeit. Unsere Online-Community tauscht sich hier aus, das Wir-Gefühl wird dadurch gestärkt. Täglich gibt es hier Hunderte von neuen Einträgen.
Ob Forum, Fotosession, Live-Videos oder Swingerpate - beim JOYclub.ch gibt es nahzu grenzenlos viele Möglichkeiten. Welche Empfehlungen haben Sie für einen Newbie? (Anm. d. Red.: Newbie = Neuling o. eine Person, die neu in eine Gemeinschaft aufgenommen wird)
Beginnen Sie doch zunächst ganz einfach mit einer Anmeldung beim JOYclub.ch. Wenn der erste Schritt getan ist, dürfen Sie bereits auf Bereiche zugreifen, die für Nicht-Mitglieder verschlossen bleiben. Ihr persönlicher Bereich finden Sie unter "Mein JOYclub.ch". Dort können Sie Ihre Nachrichten abrufen, Ihre Kontakte und Lieblingsbilder einpflegen.
Womit Sie beginnen möchten, das schreiben wir natürlich niemandem vor. Ich denke aber, jeder schaut sich erst mal ein wenig um, stöbert in den Profilen und Fotos der anderen Mitglieder. Jeder kennt ja ohnehin seine eigenen Vorlieben.
Absolut empfehlenswert finde ich persönlich die Fotoalben der Mitglieder. Viele davon fallen durchaus in die Kategorie "Erotische Kunst". Die Bilder sind auch sehr geeignet, um sich auf das Thema Erotik einzustimmen.
Wer dann Lust auf mehr hat, kann auch gleich Kontakt zu den andern Mitglieder herstellen, kann chatten oder sich zu einem Date verabreden. Das ist natürlich individuell ganz verschieden. Manche möchten sich mehr Zeit lassen, andere haben es eiliger. Wir bieten für alle die richtige Möglichkeit.
Unter der Rubrik "Veranstaltungen" finden Sie viele aktuelle Veranstaltungs-Tipps. Hier gibt es zahlreiche Gelegenheiten, die Kontakte aus dem JOYclub.ch zu intensivieren oder ganz neue zu knüpfen. Ob beim Stammtisch, Brunch, bei einer Töfftour oder dem gemeinsamen Backen - hier ist für jeden etwas dabei.
Wir haben in der letzten Zeit oft Fragen unserer Leser erhalten, wie man ein ernst zu nehmendes Mitglied in der JOYclub.ch-Community wird. Was empfehlen Sie unseren Lesern?
Egal ob Sie sich in der On- oder Offline-Welt befinden: Es ist wichtig, das Gegenüber mit Respekt zu behandeln, tolerant und geduldig zu sein, und vor allem authentisch zu bleiben. In einer Online-Community wie dem JOYclub.ch ist es ausserdem wichtig, sich aktiv einzubringen. Erzählen Sie von sich: Was mögen Sie? Was nicht? Was wünschen Sie sich? Ehrliche und selbstbewusste Statements haben Austrahlung - damit werden Sie die Wirkung nicht verfehlen. Wenn es Ihnen gelingt, dies zusammen mit einigen ansprechenden Fotos in einem charmanten Profil zu vereinen, dann sind Sie bereits in die JOYclub.ch-Community aufgenommen. Der Rest ergibt sich.
Wer Probleme mit einer Selbstdarstellung hat, den unterstützen wir mit einem Textgenerator. Sie bekommen vorgefertigte Texte, die Sie nach Ihren Vorlieben verändern können.
Der JOYclub.ch kennt so gut wie kein Spam und keine niveaulosen Einträge. Wie schaffen Sie es, das Niveau auf Ihren Seiten zu halten?
Das Thema "Erotik" zieht auch immer viele Schmeissfliegen und Aasfresser an, da gebe ich Ihnen recht. Es gibt die gewerblichen Angebote, die Spammer, die Stalker, die Prolls... Unseriöse Einträge werden natürlich sofort eliminiert! Die Community ist hier sehr aufmerksam. Sie schlägt sofort Alarm, wenn unseriöse oder niveaulose Einträge auftauchen. Die Mitglieder des JOYclub.chs sind sehr solidarisch, sie verteidigen ihre Community gegen derartige Einträge. Unsere Community reguliert sich an dieser Stelle also zu einem Grossteil selbst. Wir haben aber auch einige Mitarbeiter und Moderatoren, die sich darum kümmern.
Die meisten unserer Mitglieder sind reif genug, mit dem Thema Sexualität angemessen umzugehen. Es gibt natürlich ein grosses Spektrum an Ausdrucksmöglichkeiten. Was im vorigen Jahrhundert noch einen schmuddeligen Ruf hatte, wird heutzutage zum Beispiel als "Burlesque" zur Kunstform erhoben. Hier verstehen es viele Mitglieder, sich der Stilmittel zu bedienen und sich gekonnt in Szene zu setzen.
Wie verhalten Sie sich beim JOYclub.ch gegenüber "professionellen" Angeboten?
Gewerbliche Angebote müssen ganz klar als solche erkennbar und gelistet sein. Missbräuchliche Profile werden von anderen Mitgliedern meist schnell entlarvt und gemeldet. Dann können wir die notwendigen Konsequenzen ergreifen - und das Profil gegebenenfalls löschen.
Sie brauchen doch bestimmt sehr viele Mitarbeiter, um das Portal mit seinem Niveau und seinen Funktionen aufrecht zu erhalten. Wie viele Mitarbeiter sind denn mittlerweile beim JOYclub.ch beschäftigt?
Es arbeiten inzwischen fast drei Dutzend festangestellte Mitarbeiter für den JOYclub.ch. Ich gebe Ihnen recht, die Arbeit für so ein Portal wie dem JOYclub.ch ist sehr zeit- und personalintensiv. Sehr wichtig ist uns, dass die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden. Wir achten sehr auf den Jugendschutz. Dessen Einhaltung wird von mehreren Mitarbeitern überprüft. Vor allem die Fotos und Videos, aber auch die Texte werden nach jugendschutzrechtlichen Verstössen regelmässig durchforstet. Wichtig ist uns auch, dass es keine Darstellungen von extremer Gewalt gibt, dies ist aber ein sehr grenzwertiger Bereich, in dem wir im Einzelfall entscheiden müssen.
Unsere Moderatoren sorgen dafür, dass im Forum die Diskussionen gesittet und fair verlaufen. Falls ein Mitglied die JOYclub.ch-Regeln bricht, sprechen wir je nach Grad des Verstosses zunächst eine Verwarnung aus. Einen kompletten Ausschluss aus der Community behalten wir uns für die ganz harten Fälle vor, z.B. bei Rechtsbrüchen oder Kinderpornographie.
Natürlich muss auch die Technik betreut werden. Dafür haben wir unsere Spezialisten, Netzwerk-Administratoren, Programmierer, usw. Wir sind ein junges Team mit einem super Betriebsklima. Das Team ist, wenn man so will, eine kleine Community hinter den Kulissen.
Wie schnell möchten sich die JOYclub.ch-Mitglieder zu einem erotischen Treffen verabreden? Wie wichtig ist den Mitgliedern der Community der verbal-erotische Teil?
Dazu kann ich Ihnen leider keine pauschalisierte Anwort geben. Unsere Mitglieder sind sehr unterschiedlich. Viele kommen aber mit konkreten Vorstellungen und Wünschen zu uns. Das übergeordnete Thema "Erotik" ist ja bereits vorgegeben. Manche möchten schnell zum Punkt kommen, manche haben es weniger eilig.
Es ist bestimmt ein guter Einstieg, wenn man nicht gleich mit der Tür ins Haus fällt. Eine gute Idee ist auch, es erst einmal ein bisschen knistern zu lassen... Darin liegt ja auch der Reiz der ganzen Angelegenheit. Es geht ja bei uns um Genuss und Sinnlichkeit, weniger um die Vermehrung - da wären andere Techniken angebrachter. Die Verbal-Erotik ist also immer ein Einstieg.
Es gibt in unserem Forum aber auch viele Themen, über die sich unsere Mitglieder einfach nur austauschen möchten, ob es nun Erfahrungsberichte, Meinungsäusserungen oder Fragen sind, für die eventuell noch Klärungsbedarf besteht. Beim JOYclub.ch-Chat oder den Clubmails geht es dann wieder etwas persönlicher zu. So ist für jeden etwas dabei.
Der JOYclub.ch ist ja keine Online-Partnervermittlung. Wir hören von unseren Lesern aber immer wieder, dass einige über den JOYclub.ch den Lebenspartner suchen oder bereits gefunden haben. Wieviele Mitglieder sind das?
Das kommt natürlich vor, ja, dass Mitglieder auch an einer festen Beziehung interessiert sind. Aber genaue Zahlen kann ich Ihnen hier leider nicht sagen. Wir wissen nicht im einzelnen, welche Intentionen jedes Mitglied genau hat. Das ist individuell sehr verschieden. Unser Schwerpunkt liegt eindeutig auf der Vermittlung von niveauvollen Erotik-Kontakten, nicht auf der Partnervermittlung! Wir freuen uns natürlich, wenn unser Portal auch dafür genutzt wird.
Unter den JOYclub.ch-Mitgliedern sind viele Singles. Da ist es nicht verwunderlich, wenn der ein oder andere auch eine Partnerschaft mit einem anderen Mitglied eingeht. Viele Mitglieder sind aber bereits in einer Partnerschaft und nutzen den JOYclub.ch, um das gemeinsame Sexualleben zu bereichern.
Beim JOYclub.ch gibt es viele Mitglieder, deren sexueller Interessenschwerpunkt eher jenseits des sonst Üblichen und "Normalen" liegt. Wie hoch ist der Anteil dieser Mitglieder?
Normalität ist doch ein sehr relativer Begriff. Was ist für Sie "normal"? Es gibt natürlich Sexualpraktiken, die von einer Mehrheit praktiziert werden - Normalität im Sinne von Durchschnittlichkeit. Ich muss Ihnen an dieser Stelle aber sagen, dass Sexualität ein sehr individueller Bereich ist. Da gibt es eine grosse Bandbreite. Der Sex ist so unterschiedlich wie die Menschen.
Ich kann Ihnen aber zustimmen, dass es gewisse Stereotypen gibt, die in den Köpfen der Menschen immer noch vorhanden sind. Beim JOYclub.ch sind natürlich viele Spielarten jenseits von Missionarsstellung und Fünf-Minuten-Sex vertreten. Mitglieder beim JOYclub.ch sind sich ihrer sexuellen Vorlieben bewusst, haben gelernt, darüber zu sprechen. Noch unsere Eltern und Grosseltern hatten mit vielen Tabus zu kämpfen. So gab es zum Beispiel ein Comingout für Schwule nicht, weil es in vielen Ländern illegal war. Wir leben zum Glück in einer liberalisierten, modernen und aufgeklärten Gesellschaft. Das spiegelt sich auch in unserer Sexualität wieder. Der JOYclub.ch leistet dazu - wie ich finde - einen sehr guten Beitrag. Wie beim Sex auch, ist unser Leitsatz: Jedem Tierchen sein Plaisirchen!
Frau Franke, herzlichen Dank für das Gespräch!