Online-Dating-FAQ: Fickanzeigen
 |
Sind nicht 99% aller Fickanzeigen von Männern? |
Der Testbericht zu Ihrer Frage:
Antwort:
Nein. Es sind aber auch keine 50%. Die Autoren von Fickanzeigen im Internet sind auf das Geschlecht bezogen statistisch unrepräsentativ. Mit einfachen Worten – die Männer sind erheblich mehr als die Frauen.
Das ist ein dynamischer Prozess, der ziemlich interessant zu verfolgen ist. Seitdem es Internetdating gibt, beobachten Wissenschaftler und Kontaktmarktbetreiber folgende Gesetzmässigkeit – am Anfang sind die homosexuellen Männer die aktivste, bzw. am stärksten vertretene Gruppe, dann die Heteromänner, die Sexkontakte suchen, dann die nach Partner suchenden Männer und Frauen, und erst dann die Frauen, die sich vorwiegend für Sexkontakte interessieren und Fickanzeigen aufgeben.
Noch einmal zu der Frage mit den Prozenten. 25 heisst es. Etwa 25% der Frauen, die bei einem Onlinedatingportal angemeldet sind, hätten Interesse an einen rein sexuellen Kontakt. Das Verhalten der Frauen, die Fickanzeigen publizieren, unterscheidet sich auch von dem der Männer. Die Frauen suchen ihre Präsentationsstelle sorgfältiger aus und sind meisten nicht so expressiv wie die Männer. Sprich, reden nicht direkt und nicht vulgär von ihrem Vorhaben, wenn sie überhaupt davon reden, veröffentlichen nicht sofort nachte Fotos von sich und achten sehr auf den Ton, in dem sie angesprochen werden. Und wenn sie Fickanzeigen aufgeben, dann klingeln sie eher erotisch-verführerisch als primitiv.
Oft sind aber genau diejenigen, die keine Fickanzeigen schreiben, noch mehr – die angeblich keine Sexkontakte wünschen, genau die, die welche am meisten begehren.
Also – fragen lohnt sich. Aber dabei nett, selbst wenn frech bleiben. Und wer weiss, vielleicht steigen dann die Prozente.
|