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News von den Schweizer Singlebörsen
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Interessantes Interview mit einem Lügenforscher
Wil, 02.09.2009 - "20 Minuten" führte ein spannendes Interview
mit dem Lügenforscher Peter Stiegnitz. Wir zeigen Ihnen die
Online-Dating-relevanten Passagen.
Einige dieser Aussagen sollten Sie vielleicht im Hinterkopf haben, wenn Sie
demnächst in der Welt der Singlebörsen unterwegs sind und mit einem
potenziellen Partner flirten - denn vielleicht handelt es sich um eine Lüge...
Wer lügt mehr, Männer oder Frauen?
Peter Stiegnitz: Ganz klar die Männer. Sie erzählen etwa 20 Prozent mehr
Unwahrheiten als die Frauen.
Und wieso sind die Männer die viel grösseren Lügner?
Sie sind weniger bereit die Wirklichkeit so zu akzeptieren, wie sie ist. Die
Frauen sind sich selbst gegenüber ehrlicher und haben eine bessere Beziehung zu
sich und ihrem Körper. Darum müssen sie weniger lügen.
Wie sieht es mit dem
Seitensprung aus?
Grundsätzlich prahlen Männer gern gegenüber anderen Männern mit ihren
Seitensprüngen. Vor einigen Jahren hatte fast jeder ältere Mann in seinen
Erzählungen eine 18-jährige Freundin. Nur wenige gab es wirklich. Das kommt
heute seltener vor, aber kein Mann gibt zu, monogam zu sein. Das hält er immer
noch für eine Potenzschwäche.
Wobei lügen denn Frauen am meisten?
Besonders Frauen über vierzig nehmen es mit ihrem Gewicht und Alter nicht gern
genau. Sie machen sich jünger und schlanker und belügen damit vor allem sich
selbst und ihre Freundinnen.
Wo liegt ihre zweite Schwäche?
In der Treue ihres Ehemanns. Da weiss die halbe Stadt, dass er eine andere hat.
Die Frau ignoriert aber alle Anzeichen geflissentlich, belügt sich selbst. Denn
so eine Frau wie sie kann man nicht betrügen.
Kann man denn auch sagen, dass ältere Menschen mehr lügen?
Ab 40, 45 nimmt die Lüge klar zu, weil die Menschen sich schwächer fühlen. Je
ängstlicher und schwächer jemand sich fühlt, umso mehr lügt er.
Und die Schulbildung: Lügen Akademiker weniger als ungelernte
Arbeitnehmer?
Nein, genau umgekehrt. Je höher meine Bildung, je mehr Verantwortung, Aufgaben
und Geld ich habe, umso grösser ist meine Angst zu versagen. Darum lüge ich
umso mehr. Je weniger ich habe, mache, bin, desto weniger muss ich lügen.
Gibt es denn Menschen, die gar nie lügen?
Nein, wer das behauptet, lügt. Die Lüge gehört zu uns. Wichtig ist, dass uns
die Lügen bewusst sind und dass sie harmlos sind. Denn mit unseren Unwahrheiten
dürfen wir andere nicht schädigen. Solche schweren Lügen wie Mobbing, Betrug
und Ähnliches sind aber selten. Sie machen nur etwa vier bis fünf Prozent
aller Lügen aus.
Quelle: 20min.ch
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