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Eine Frage zur optimalen Wahl:
Die Partneragentur als soziales Sprungbrett: Heraufheiraten oder herunterheiraten?

Weibliche und auch männliche Singles gehen im Internet immer gezielter auf die Suche nach einem Partner, der einen gewissen sozialen Status hat. 

Eine Partneragentur, die sich auf dieses Klientel spezialisiert hat, ist wegen des zahlungskräftigen Klientels sogar erfolgreicher. 

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Sind es eher die Frauen, die bei der Vermittlung von Partneragenturen eher Männer zum „Heraufheiraten“ kennen lernen möchten? Und was bevorzugen die Männern?

Vielleicht erstreben Partnersuchende beiderlei Geschlechts eine Partnerschaft auf einem ähnlich sozialen Niveau, also sozusagen auf Augenhöhe? Eine Partneragentur kann zwar bei der Vermittlung helfen aber grundsätzlich muss das wohl jeder erst einmal für sich selbst klären und entscheiden…

Man muss weder Soziologie noch Mathematik studiert haben, um folgende Hypothesen nachvollziehen zu können:

Wenn wir annehmen, dass Frauen, die bei einer Partneragentur registriert sind, immer versuchen, „nach oben zu heiraten“, dann wird dies umso schwieriger, falls mehr und mehr Frauen selber einen hohen sozialen Status und damit meist verbunden ein höheres Einkommen haben.

Partnerwahl-Forscher stellen einmal dies und einmal jenes fest – aber prinzipiell sind sie so ziemlich derselben Meinung, dass am besten (und am meisten) auf „Augenhöhe“ geheiratet wird. Entsprechend dieser These, dass „gleich und gleich sich gern gesellt“, sind auch viele Partnerschaftstest einer Partneragentur ausgerichtet.

Die Annahme ist folgende: Wenn Frauen aus eigener Kraft einen immer besseren sozialen Status erreichen und ausserdem zunehmend auf sozialer Augenhöhe heiraten möchten, dann sind die gleichrangigen Männer umso umschwärmter und weniger verfügbar, je mehr gebildete und erfolgreiche Frauen es gibt. Es würde also dann ein Mangel an Männern mit einem gewissen sozialen Status herrschen. Das gälte unter der Prämisse, dass sich auch alle Partnersuchenden bei einer Partneragentur registriert hätten.

Nun wird es aber noch komplizierter: Die Frauen, die einen eher niedrigeren sozialen Status haben und sich tatsächlich „prinzipiell nach oben“ orientieren, also “hinaufheiraten” wollen, konkurrieren dann um das gleiche Männerpotenzial wie die „Augenhöhensucherinnen“ einer Partneragentur.

Hinzu kommen noch diejenigen, die gar nicht auf eine Heirat aus sind, sondern darauf, vom sozialen Status oder vom Geld der besser gestellten Männer zu profitieren.

Wenn das alles so wäre, dann müsste sich eigentlich vor den heiratswilligen Besserverdienern eine Schlange bilden: Möchte eine Frau einen dieser erfolgreichen Männer für sich gewinnen, müssten die Frauen sich erst einmal hinten anstellen – zumindest hypothetisch. Aber, Sie sehen schon, die Vermittlung der Partneragentur funktioniert nicht nach dieser Logik.

Eine spezialisierte Partneragentur weiss aber auch, dass einige Frauen auch „herunterheiraten“ – so neu ist dies gar nicht. Auch im Bürgertum wurde dem sozial schwächer gestellten Schwiegersohn häufig die „Einheirat“ geboten – die Tochter des Kaufmanns gab es dann oft als Zugabe zur Teilhaberschaft. Ausserdem haben in der Geschichte nicht wenige Frauen ihren Männern mit ihrem Vermögen die Forschungsarbeit in Wissenschaft und Technik erst ermöglicht. Doch mittlerweile haben wir eine andere Zeit – und lange nach den ersten Ansätzen der Frauenbewegung im Zeitalter der Aufklärung im 17. und 18. Jahrhundert, sollte es allen Frauen doch möglich sein, klügere Entscheidungen zu treffen, als sich einem Klischee entsprechend zu verhalten – also herauf oder herunter zu heiraten.

Welche Meinung haben Sie eigentlich zu diesem Thema? Würden Sie sich bei einer Partneragentur registrieren und auf der „sozialen Stufenleiter“„herunterheiraten“? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was der soziale Status mit Ihrem Partnerwunsch oder Ihrer Partnerwahl zu tun hat? Oder ist Ihnen dieses Thema vollkommen gleichgültig?

Nachtrag:

Diese Behauptung entnahmen wir der Frankenpost:

„Frauen orientieren sich prinzipiell nach oben: Sie suchen einen Partner, der über eine bessere Schulbildung verfügt als sie selbst. Und sie bevorzugen Männer, die älter sind als sie“.

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