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Die lange Geschichte der Partner-Vermittlung

Von den Anfängen in biblischer Zeit bis zur modernen Online-Partnervermittlung des 21. Jahrhunderts - für alle interessierten Leser haben wir die lange historische Entwicklung der Ehe- und Partner-Vermittlung recherchiert.

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Von den traditionellen Heiratsvermittlern zur kommerziellen Partner-Vermittlung:

Ehevermittlung bzw. Partner-Vermittlung gehören seit Jahrtausenden zu den einträglichsten Geschäften der Welt und haben daher eine lange Tradition. Bereits im Alten Testament wird diese "Branche" erwähnt. Die frühesten Quellen fangen zwar nicht bei Adam & Eva an, die bei der Partnerwahl ja nicht wirklich viel Auswahl hatten – aber schon ein paar Kapitel weiter schickte Abraham seinen Hausknecht Eliezer nach Mesopotamien, der für Isaak eine Frau finden sollte. Von höhergestellten Familien wurden Heiratsvermittler oder Brautwerber über Jahrhunderte in vielen Kulturen beauftragt, vor allem für die Söhne der Familie geeignete Frauen im heiratsfähigen Alter zu finden.

Es gab aber im Laufe der Jahrhunderte und in den unterschiedlichen Kulturen durchaus eine Alternative zu den Ehevermittlern. Eine gesellschaftlich akzeptierte "Institutionen" für die Partner-Vermittlung und Anbahnung von Ehen waren z.B. pompöse Bälle für den Adel oder für das Bürgertum die sonntägliche Promenaden auf den Hauptstrassen der Städte.

In der Schweiz begann nach dem Ende des 2. Weltkriegs die Ära der kommerziellen Agenturen für Partner-Vermittlung und Ehevermittlung, deren Hochblüte ungefähr ein halbes Jahrhundert andauerte bis das Internet Einzug hielt und ihnen den Rang ablief. Aber es lassen sich heute immer noch Dutzende solcher Agenturen in den Branchenbüchern finden.

Die Auftraggeber der Ehe- und der Partner-Vermittlung waren jetzt schwerpunktmässig nicht mehr die Familien, sondern auf einmal die Singles selbst. Gewandelt hatten sich auch das Image und die Motivation. Halfen bei der Heiratsvermittlung zuvor gesellschaftlich etablierten Institutionen, wurde die Partner-Vermittlung nun zu einem Business und wurde von denjenigen Singles in Anspruch genommen, die bei der eigenen Partnersuche weniger erfolgreich waren und sie in fremden Händen besser aufgehoben wähnten.

Partner-Vermittlung goes Internet: Die WWW-Partneragentur:

Bald nach der Erfindung des Internet-Browsers im Jahr 1993 entdeckten die ersten Pioniere unter den klassischen Partnervermittlungen, dass eine Internetseite durchaus Sinn bei der Vermarktung machen kann. Sie witterten ihre Chance, das Internet als zusätzlichen Vertriebsweg oder einfach als "Online-Visitenkarte" zu nutzen. Bis zur Online-Partneragentur, wie wir sie heue kennen, war es aber noch ein weiter Weg. Das, was sich früher online abspielte, beschränkte sich lediglich auf das Ausfüllen eines Kontaktformulars oder höchstens eines Aufnahmefragebogens. Die weiteren Phasen der klassischen Partner-Vermittlung wurden "offline" abgewickelt.

Die Kunst der Partner-Vermittlung: Glückliche Beziehung mit Hilfe von Computer und Paarpsychologie finden

Die Wissenschaft versucht in den letzten Jahrzehnten die Partner-Vermittlung zunehmend zu automatisieren. Erkenntnisse aus der Paarpsychologie und Computer-Programme wurden miteinander kombiniert, um so geeignete Partner füreinander zu finden (sog. "Matching"). Die Intention der Wissenschaftler ist es, von einem maschinellen Vermittler durchaus bessere Ergebnisse bei der Paarvermittlung zu erwarten als durch einen menschlichen Vermittler. Gegner dieses vergleichsweise neuen Verfahrens halten dagegen, dass ein menschlicher Partnervermittler mit seinem Gefühl für glückliche Beziehungen nicht durch ein System ersetzt werden kann, allen voran natürlich die Partnervermittler selbst. 

Traditionelle Partnervermittler sind naturgegeben der Meinung, dass ein Automat nie einen Menschen ersetzen kann, der erspüren kann, ob zwei Partnersuchenden zusammen passen und eine glückliche Beziehung daraus werden könnte. Andererseits haben die klassischen Partnervermittler schon in den 1980ern erkannt, dass sich mit Slogans wie "PC-basiertes Vermittlungsverfahren" oder "Vermittlung nach wissenschaftlichen Prinzipien" durchaus höhere Preise rechtfertigen lassen...

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