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Seitensprünge sind keine Erfindung der Gegenwart – bereits das Alte Testament zeigt eine Affäre auf, die selbst aus heutiger Sicht noch verwerflich erscheint. Es ist die Geschichte des Königs David, der die Ehefrau Batseba seines Offiziers Urija schwängert und den rechtmässigen Ehemann daraufhin in eine Schlacht und den sicheren Tod schickt. Das unehelich gezeugte Kind starb bei dessen Geburt – wie man damals glaubte als Strafe für den begangenen Frevel an Urija.
Die Bestrafung, Ächtung oder (meist heimliche) Bewunderung eines Seitensprungs, ist von der Kultur abhängig, in der er begangen wird. Bei Moses drohte theoretisch sowohl Frauen als auch Männern der Tod durch Steinigung. Im Alten Testament ist zum Thema Seitensprung zu lesen: "Wenn jemand die Ehe bricht mit der Frau seines Nächsten, so sollen beide des Todes sterben, Ehebrecher und Ehebrecherin, weil er mit der Frau seines Nächsten die Ehe gebrochen hat." (3.Mose 23,10) Später waren dann „nur“ noch Peitschenhiebe oder Gefängnisstrafen vorgesehen. Das gilt in der heuten Zeit für einen Seitensprung CH zum Glück nicht mehr.
Unsere Gesellschaft hat sich gewandelt. Eine so genannte „offene Ehe“ führen zu können, also eine Ehe, die ausserehelichen Sex und Seitensprünge durchaus einschliesst, war im späten 20. Jahrhundert nichts Neues mehr und manche Ehefrau bewunderte bereits Geschlechtsgenossinnen, die eine solche offene Ehe beanspruchten. Der Begriff des „einvernehmlichen Ehebruchs“ kam auf, als immer mehr Paare zum „Partnertausch“ oder als „Swinger“ mit anderen zusammen kamen.
Die heutige Sichtweise zum Thema „Seitensprung CH“
Heutzutage wird der rein sexuell motivierte, einmalige Seitensprung CH zumeist als nicht so bedeutsam angesehen. Vor allem Frauen befürchten, dass ihre Männer sich emotional stärker an andere Frauen binden und ignorieren daher oft rein sexuell motivierte Seitensprünge. Im umgekehrten Fall sieht die Sache anders aus: Seit es möglich ist, die Vaterschaft sicher und unkompliziert nachzuweisen, werden immer mehr so genante Kuckuckskinder entlarvt und die Frauen des Seitensprungs überführt. Männer verzeihen solche „Fehltritte“ eher nicht.
Wenn Männer heutzutage bei einem Seitensprung CH ertappt werden, so behaupten fast alle, die Frau innig zu lieben, mit der sie verheiratet sind – der Seitensprung habe keine Bedeutung für die Ehe und anderen Bedürfnissen gedient. Wenn Frauen einmal einen Seitensprung CH zugeben, bezeichnen sie es oft als das Recht der lustvollen Frau, ihren Gefühlen rücksichtslos zu folgen – zum Beispiel, wenn der Seitensprung mit dem Ehemann der angeblich „besten Freundin“ begangen wurde.

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