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Was ist denn überhaupt ein "Fake"? Sagen wir mal so: Der in einer
Flirtbörse mit Wort und Bild beschriebene User existiert so gar nicht.
Das kann zwei Gründe haben:
Soweit die Theorie. Jetzt schauen wir mal, was das in der Praxis
bedeutet...
Flirtbörsen-Fake 1: Ein
realer Single übertreibt
Mogeln wir nicht alle ein Bisschen, wenn wir uns in einer Kontaktanzeige beschreiben sollen?
Vorsätzliche "grosse Lügen" gehen aber
zu weit! Nur, wo ist die Grenze:
- Petra mit dem dicken Popo gibt an: Figur
„normal“
- Hans will seitenspringen und surft daher als „Single"
- Peters „Sportwagen“ ist ein tiefergelegter VW Polo
-
Anna, die Zickige beschreibt sich „ausgeglichen“ und „tolerant"
Wie weit ist die Verbreitung?
Wir schätzen, rund 10-20% aller Kontaktanzeigen sind in
einigen Punkten stark aufgemotzt.
Wer macht denn das?
Nach unserer Erfahrung sind es überwiegend die
Männer, die sich bewusst falsch beschreiben, um damit irgendetwas zu
erreichen. Blöd nur, dass das meiste beim ersten Blinddate herauskommt...
Wo sind diese Fakes anzutreffen?
Überall!
So wehren sich gute Flirtbörsen:
Für die Flirtbörsen ist es
natürlich unmöglich zu ermitteln, wie Petras Popo beschaffen ist.
Allerdings können Mitglieder, die bewusst die Unwahrheit sagen, an den
Kundensupport
gemeldet (und dann ausgeschlossen) werden, so dass andere zumindest in der
Folgezeit geschützt werden.
So erkennen Sie diese Fakes:
Der normale Menschenverstand, den Sie auch
im wahren Leben einzusetzen gelernt haben (Hoffentlich!), wirkt Wunder.
Ansonsten gilt: Bitten Sie vor dem ersten Treffen um weitere Fotos,
telefonieren Sie vorher, lernen Sie sich besser kennen. Der
oberflächliche Schnell-Lügner, dem nichs an Ihnen legt, verliert dann
auch schnell die Lust.
Flirtbörsen-Fake
2: Peter spielt Petra
Ein männlicher Spassmacher entwirft eine weibliche Kontaktanzeige, um
mal zu testen, wer sich darauf so alles meldet.
Wie weit ist die Verbreitung?
früher Männer-Volkssport, heute eher selten
Wer macht denn das?
Männer, die andere Männer veralbern wollen
Wo sind diese Fakes anzutreffen?
kostenlose Kontaktanzeigen-Portale und Singlechats
So wehren sich gute Flirtbörsen:
Über 90% dieser Spässe sind so
dilettantisch, dass sie die Prüfinstanzen der Flirtbörsen nicht
überleben. Im Zweifelsfall fragen die Prüfer einfach nochmal nach und
verlangen in Ausnahmefällen sogar eine Kopie des Personalausweises . So
erkennen Sie diese Fakes: Die Kombination aus einem unglaublich Modell-mässigen Foto (oft sogar von Promis!) und einem völlig
niveaulosen Text sollte Ihnen sehr verdächtig vorkommen...
Flirtbörsen-Fake 3: Prostituierte auf Kundenfang
Uschi hat SEHR erotische Fotos im Profil. Gerne gibt sie sich auch dem
nächstbesten Mann hin. Allerdings nicht privat, sondern gegen Bares. Das
merkt Mann aber erst auf den zweiten Blick...
Wie weit ist die Verbreitung?
eher selten
Wer macht denn das?
Prostituierte, die das Internet entdeckt haben.
Wo sind diese Fakes anzutreffen?
Fast nur auf reinen Sexkontakt-Portalen.
So wehren sich gute Flirtbörsen:
Je nach Unternehmensphilosophie werden
einschlägige Profile gelöscht oder gesondert gekennzeichnet.
So erkennen Sie diese Fakes:
Erstens: Fotos, die selbst die
nymphomanische Nachbarin nicht herausgeben würde.
Zweitens: Klassische
Szene-Formulierungen, wie "gelangweilte, immer g*** Hausfrau möchte
Taschengeld aufbessern" oder "heisse Studentin, die sich Sorgen
um die Studiengebühr macht"
Flirtbörsen-Fake 4: Die Kontaktanzeige als Werbemüll
Diese Art des Fakes ist aktuell mit Abstand am weitesten verbreitet
und vergleichbar mit den Spam-E-Mails, die sie jeden Tag erhalten:
Geschäftemacher missbrauchen Flirtbörsen als Werbeplattform, indem sie
massenhaft Frauen-Kontaktanzeigen erfinden und dann per FlirtMail Tausende
von männlichen Mitgliedern vollmüllen.
Wie weit ist die Verbreitung?
sehr häufig - eine echte Plage
Wer macht denn das?
Unseriöse Services, die auf diese Art und Weise
Männer locken wollen.
Wo sind diese Fakes anzutreffen?
fast nur in Singlebörsen, die Fauen kostenlos nutzen
können
So wehren sich gute Flirtbörsen:
Sie schreiben in ihr Kleingedrucktes:
"Wer unsere Plattform für Werbung missbraucht, muss CHF10'000
Strafe zahlen!" und verklagen alle, die sie selbst entdecken oder die
von genervten Mitgliedern gemeldet werden. Und sie kontrollieren alle
Profile und E-Mails automatisch auf verdächtige Begriffe wie
"SMS", "0900" oder Links.
So erkennen Sie diese Fakes:
"Völlig normale"Frauen möchten
Sie dringend kennenlernen, aber nicht einfach per Mail, wie es sich
anbieten würde, sondern auf anderem und teurerem Wege. Die drei Klassiker
sind:
- "Hier bin ich nicht so oft, denn auf www.xyz.de gefällt es mir
viel besser und ich habe dort auch einige freizügige Fotos von mir."
- "Weil das Internet für mich so unsicher ist, rufe mich doch
einfach unter 0900-123456 an und verlange PETRA."
- "Hallo, ich bin Petra und finde Dich süss. Mit meinem Computer
kann ich nicht so gut umgehen. Schreib' mir doch einfach eine SMS an
444444 mit dem Stichwort PETRA"
Solche Mails sofort in die "runde Ablage" (Mülleimer!!)
legen!
Flirtbörsen-Fake 5: Die
grösste Schweinerei: Animateure
Das Portal ist hochglanzmässig gestylt und die Profile sind zu schön,
um wahr zu sein. Wer die Damen kontaktieren möchte, kann das aber nur via
SMS (CHF 3.--) - so funktioniert das Portal eben.
Allerdings: Die Damen sind gar keine Damen. Sie werden von Animateuren
gespielt, die in irgendwelchen Hinterhöfen sitzen und versuchen werden,
Sie "bei der Stange" zu halten.
Wie weit ist die Verbreitung?
Fast alle SMS-Flirtbörsen!
Wer macht denn das?
Dieselben Firmen, die nachts im TV Werbung schalten
"Sofortkontakt in Deiner Nähe!". Die sagen sich: Warum teure
Fernseh-Werbung? Wir basteln schnell eine SMS-Flirtbörse!
Wo sind diese Fakes anzutreffen?
Fast alle SMS-Flirtbörsen, die Sie im Internet
finden.
So erkennen Sie diese Fakes:
Erstens: Finger weg von INTERNET-Flirtbörsen, wo das Kontaktieren unpraktischerweise nur via
SMS möglich ist. Fragen Sie sich mal, warum man dort nicht per Mail
Kontakt aufnehmen kann!
Zweitens: Lesen Sie die AGB (das Kleingedruckte)! Dort steht dann
irgendwo in Paragraph 17: "Dem Nutzer ist bekannt, dass Animateure
eingesetzt werden, die sich wahlweise als Frau oer Mann ausgeben
können." Damit sind die Anbieter nämlich rechtlich abgesichert und
Sie können die CHF 1'000, die Sie verplempert haben, nicht
zurückverlangen.
Fazit:
Mit diesen abschreckenden Beispielen wollen wir Ihnen sicherlich nicht
die Lust am Online-Dating und der Welt der Flirtbörsen vermiesen. Unsere
Absicht ist lediglich, Sie ein wenig zu sensibilisieren.
Denken Sie auf jeden Fall daran: Mit ein wenig Erfahrung wird Ihr Köpfchen binnen kürzester Zeit in der
Lage sein, Flirtbörsen-Fakes vollautomatisch zu erkennen und
aus der aktiven Wahrnehmung herauszuhalten. Sie können sich dann zu 100
Prozent auf das Wesentliche konzentrieren: Viele spannende Singles kennenlernen und Mr.
Right bzw. Ms. Right finden!

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