Monogamie im Wandel?

Generation Z und die Zukunft der Liebe:
Monogamie im Wandel?

Veröffentlicht am 15. Februar 2024

Die Generation Z, geboren in der Ära der Digitalisierung und sozialen Medien, steht an der Schwelle zu einem neuen Verständnis von Partnerschaft und Beziehung. Eine kürzlich durchgeführte Umfrage des Marktforschungsunternehmens Yougov und des Seitensprung-Portals zeigt, dass mehr als die Hälfte der jungen Schweizer sich auch eine nicht-monogame Beziehung vorstellen könnte. Diese Entwicklung wirft die Frage auf, ob die traditionelle Monogamie in der Schweiz etwa immer mehr an Bedeutung verlieren könnte.

Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf Beziehungen

Technischer Fortschritt und Digitalisierung beeinflussen das Beziehungsleben der Generation Z massgeblich. Dating-Apps und soziale Medien bieten unzählige Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen und zu pflegen. Hier liegt die Vermutung nahe, dass die ständige Verfügbarkeit von romantischen oder sexuellen Begegnungen zu einer grösseren Akzeptanz von alternativen Beziehungsmodellen beigetragen haben könnte.

Vielschichtigkeit offener Beziehungen

Die Basler Sexologin Melina Dobroka mahnt jedoch zur Vorsicht bei der Interpretation der Umfrageergebnisse. Sie betont, dass das reine Interesse an offenen Beziehungen nicht gleichbedeutend mit deren praktischer Umsetzung ist. Denn offene Beziehungen bringen ganz eigene Dynamiken und Herausforderungen mit sich und erfordern ein hohes Mass an Kommunikation und Vertrauen.

Zitat:
Diese Fülle an Möglichkeiten könnte einen Einfluss auf die Offenheit und das Verständnis von Beziehungen haben.

erklärt Melina Dobroka.

Sozialer Druck und das Streben nach Modernität

Einige junge Menschen fühlen sich allerdings unter Druck gesetzt, offene Beziehungen führen zu müssen, da sie ja als modern und fortschrittlich gelten wollen. Dies kann zu Konflikten führen, wenn ihre wahren Bedürfnisse und Werte nicht mit diesem Beziehungsmodell übereinstimmen. Dobroka rät dazu, sich auf die eigenen Werte zu besinnen und authentische Entscheidungen für sich zu treffen.

Monogamie – immer noch die vorherrschende Beziehungsform

Trotz der wachsenden Offenheit für nicht-monogame Beziehungen bleibt die Monogamie in der Schweiz die dominierende Beziehungsform. Viele Menschen assoziieren Liebe und Partnerschaft mit Exklusivität und Treue. Diese Vorstellungen werden zudem durch romantische Darstellungen in Medien und Kultur immer wieder verstärkt.

Die Bedeutung von Wahlmöglichkeiten

Die Generation Z lebt in einer Zeit, in der sie zwischen verschiedenen Beziehungsmodellen wählen kann. Während einige die Freiheit und Vielfalt nicht-monogamer Beziehungen erkunden, bevorzugen andere die Sicherheit und Vertrautheit der Monogamie. Entscheidend ist, dass jede Person die Freiheit hat, das Beziehungsmodell zu wählen, das ihren individuellen Bedürfnissen und Werten entspricht.

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Die Rolle von Bildung und Aufklärung

In diesem Kontext spielen Bildung und Aufklärung eine wichtige Rolle. Junge Menschen sollten über die verschiedenen Beziehungsformen informiert werden, einschliesslich ihrer Vor- und Nachteile. Dies ermöglicht es ihnen, fundierte Entscheidungen über ihre Beziehungen zu treffen.

Zukunftsperspektiven in der Beziehungswelt

Es ist spannend zu beobachten, wie sich die Beziehungswelt weiterentwickeln wird. Während einige Experten glauben, dass nicht-monogame Beziehungen an Popularität gewinnen werden, sind sich andere sicher, dass die Monogamie weiterhin eine zentrale Rolle spielen wird. Letztendlich wird die Zukunft der Beziehungen von den individuellen Entscheidungen und Werten der Menschen abhängen.

Fazit: Eine Welt voller Möglichkeiten

Die Generation Z steht beim Thema Beziehung vor einer Welt voller Möglichkeiten. Die Wahl zwischen Monogamie und nicht-monogamen Beziehungsformen bietet die Chance, Beziehungen auf eine Weise zu gestalten, die den individuellen Bedürfnissen und Werten entspricht. In einer sich schnell verändernden Welt bleibt die Liebe in all ihren Formen ein wesentlicher Bestandteil des menschlichen Lebens. Die Vielfalt der Beziehungsformen spiegelt die Vielfalt der menschlichen Erfahrung wider und bietet Raum für persönliches Wachstum und Entwicklung.

Quelle: nau.ch


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