Je länger Partnersuche dauert, desto unsicherer werden Singles

Soziologin sagt:
Je länger Partnersuche dauert, desto unsicherer werden Singles

Veröffentlicht am 16. Juli 2019

Verändert Online-Dating unser Beziehungsleben? Die Soziologieprofessorin Eva Illouz meint (im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung): definitiv! Vor allem Dating-Apps seien daran "Schuld".

So habe das Internet laut der Soziologieprofessorin den Markt an verfügbaren Partnern sichtbar gemacht. Da man auf Tinder alle Singles in einem Radius von drei Kilometern sehen könne, würde dem Suchenden das ganze Angebot an potenziellen Partnern bewusst. Daraus folgert die Süddeutsche:

Zitat:
Man könnte also sagen, Liebe auf den ersten Blick ist nicht weniger oberflächlich, als sich eine Sekunde lang ein Tinder-Profil anzu­sehen?

Aber das stimme, laut Eva Illouz, nicht ganz. Wenn Menschen andere Menschen im realen Leben sehen, dann nehmen sie diese komplett wahr. Sie sehen, wie diese sprechen und sich bewegen. Körper und Stimme transportieren viele Informationen, auch wenn man sich dessen nicht oder selten bewusst ist.

Auf einem Tinder-Profil würde man jedoch lediglich ein Bild sehen, das in den meisten Fällen auch noch extrem bearbeitet wurde. Und dieses Bild könne nichts über die Stimme und den sich bewegenden Körper verraten. Die Professorin ist sich sicher: diese Art, Partner zu wählen, fördere extrem starre Standards: emotionale Entscheidungen würden am Fliessband getroffen.

Der Singlebörsen-Vergleich.ch teilt diese Auffassung und ist der Ansicht, dass auch Profiltext bei der ersten Annäherung zwischen zwei suchenden Menschen nicht unterschätzt werden dürfe. Darum empfiehlt das Vergleichsportal oft Seiten, die mit verschiedenen Möglichkeiten arbeiten, um Singles zueinander zu bringen. Fotos sind natürlich wichtig, aber eben nicht alles. Partnervermittlungen arbeiten mit vielen verschiedenen Funktionen, Singles einander vorzustellen.

Das Versprechen von Online-Dating: für jeden Topf einen Deckel finden

Die Professorin beobachtet gerade im Zusammenhang mit Dating-Apps wie Tinder immer wieder, dass „jeder den gleichen perfekten Topf, der einer standardisierten Definition vom attraktiven Mann oder der attraktiven Frau entspricht“ als Partner haben wolle und gleichzeitig aber auch sehr spezielle Wünsche hätten. Zum Beispiel Jemanden suchen, der nach Indien gereist ist, Ashrams kennt und vegan isst.

Illouz kommt zu dem Schluss, dass die Leute tatsächlich beides wollen: zum einen ihren Geschmack und zum anderen gleichzeitig konventionelle Schönheits- und Körperstandards befriedigen.

Zitat:
Durch mediale Bilder, Schönheitschirurgie und das Internet werden Körper und Gesichter normiert.

Frauen und Männer neigen dazu, sich nach bestimmten äusserlichen Kriterien zu präsentieren.

Die Suche nach dem richtigen Topf könne so viel Zeit und Anstrengung kosten. Und je mehr die Menschen suchten, desto unsicherer würden sie bezüglich was sie sich von der anderen Person überhaupt wünschen.

Dating App Sicherheit:
Darauf müssen Sie bei der App-Nutzung achten!

Liegt im Netz das Potenzial, sich gleichberechtigt anzunähern?

Illouz erklärte hierzu, dass das Internet ihrer Auffassung nach, einerseits die Asym­metrie der Geschlechter in heteronorma­tiven Beziehungen betone, indem es das Aussehen von Frauen überbetonen würde. Tinder und andere Apps ver­stärkten also, was an Heterosexualität "nicht stimmt". Andererseits würden jedoch auch immer mehr Frauen auf Männer zugehen und von sich aus die erste Nachricht schreiben.

Der Singlebörsen-Vergleich ist der Ansicht, dass es beim Online-Dating definitiv die Möglichkeit gibt, sich gleichberechtigt anzunähern. Mittlerweile gibt es für jedes Bedürfnis die passende Singlebörse. Der Markt ist sehr auf die unterschiedlichsten Zielgruppen ausgerichtet. Die richtige Singlebörse zu finden, bevor man mit der Partnersuche beginnt würde also auch das von Illouz beschriebene Problem der zunehmenden Unsicherheit aus der Welt schaffen.

Quelle: Süddeutsche Zeitung


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